Christopher Tarnow - Musikproduktion und Klassik-Tonmeister in Leipzig

Dipl.-Tonmeister | M.Mus. Komposition

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Über mich

Als Leipziger Tonmeister arbeite ich seit fast 20 Jahren in der klassischen Musikproduktion - lokal und international. Seit über 15 Jahren bin ich der exklusive Tonmeister des isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson bei der Deutschen Grammophon. Im Jahr 2025 wurde ich für meine Arbeit an seiner Aufnahme der Bach'schen Goldberg-Variationen mit einem Grammy ausgezeichnet.

Es ist schön, dass der erste "Leipziger Grammy" damit auch gleich eine inhaltliche Verbindung zur Bachstadt hatte.

Portrait Christopher Tarnow - Klassik-Tonmeister in LeipzigLeipziger Grammy-Gewinner und Tonmeister Christopher Tarnow

Künstlerische Integrität ist mir sehr wichtig. Ich nehme deshalb nur die Produktionen an, die mich inhaltlich und künstlerisch begeistern, völlig unabhängig vom Bekanntheitsgrad der Künstler:innen. Wenn es einen tieferen Sinn hinter einer Aufnahme gibt, der über die bloßen Marketingbedürfnisse der Künstler:innen hinausgeht, bin ich mit Freude und Enthusiasmus dabei. Ich betrachte mich dann als Teammitglied, das dabei hilft, das Aufnahmeprojekt zum Erfolg zu führen. Da ich international tätig bin, ist meine Hauptseite auf Englisch gehalten. Sie finden sie mit etwas ausführlicheren Informationen hier.

Diese Seite dient primär als Visitenkarte auf Deutsch, damit Sie sich für Anfragen aus Deutschland schnell und unkompliziert informieren können.


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Leistungen in Leipzig:


Beispiel eines Produktionsaufbaus von Tonmeister Christopher Tarnow

Referenzen

Eine vollständige Liste meiner vergangenen Produktionen finden Sie auf Muso.ai.

Meine Produktionen gehören mit kumuliert über einer Milliarde Streams zu den erfolgreichsten Klassik-Produktionen überhaupt. Meine Aufnahmen wurden in der Vergangenheit mit allen relevanten nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter 5 mal mit dem OPUS Klassik, mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2024, dem ICMA 2026, mit dem GRAMMY und vielen mehr. Meine Produktionen landen regelmäßig auf den Auswahllisten der New York Times für die besten Klassikalben des Jahres.

Am Ende zählt aber die musikalische Tiefe. Ich stehe in meiner Arbeit immer für Inhalte, und nicht für die Verpackung. Gerade bekannte Musiker:innen vertrauen mir, weil sie sich auf meine inhaltliche Ehrlichkeit verlassen können.

Neben Víkingur Ólafsson gab es in der Vergangenheit regelmäßig schöne Albumproduktionen mit dem Leipziger Calmus Ensemble, mit Alice Sara Ott (zuletzt ihr viel beachtetes Album mit den Nocturnes von John Field bei der Deutschen Grammophon) oder mit dem Tenor Daniel Behle. Auch mit vielen Chören und Orchestern habe ich international als Aufnahmeleiter gearbeitet (z.B. LA Phil, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra, Icelandic Symphony Orchestra, Münchner Philharmoniker und viele mehr).

Schöne Namen sind aber natürlich nicht der Grund, warum ich diesen Beruf ergriffen habe. Am Ende ist das Faszinierende an einer Albumproduktion immer der künstlerische Entwicklungsprozess und die zwischenmenschliche Zusammenarbeit. Im besten Fall gehen alle Beteiligten mit dem Gefühl nach Hause, etwas Sinnvolles getan zu haben. In der Regel ist das auch dem Ergebnis anzuhören.


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Aufnahmephilosophie

Ich verfolge einen künstlerzentrierten Ansatz in der Aufnahmeleitung. Frei nach Friedemann Schulz von Thun ist mein Leitspruch: Der Tonmeister ist zu Gast im Königreich des Musikers. Es geht in meinen Produktionen vor allem darum, einen Raum zu schaffen, in dem sich Künstler:innen sicher fühlen und sich frei entfalten können. Aus diesem Ansatz haben sich viele langjährige künstlerische Partnerschaften ergeben, die ich besonders hoch schätze. Neben meiner Ausbildung als Dipl.-Tonmeister habe ich Komposition an der HMT Leipzig studiert und bin als Pianist regelmäßiger Klavierbegleiter der Thereministin Carolina Eyck. Ich bin also in erster Linie Musiker. Meine musikalischen Anmerkungen in der Aufnahmeleitung sind daher bodenständig und praxisbezogen.


Beispiel 2 eines Produktionsaufbaus von Tonmeister Christopher Tarnow

Kontakt

Wenn Sie Lust bekommen haben, mit mir zu arbeiten, freue ich mich über eine Mail an: mail@christophertarnow.com. (Wir können dann natürlich auch gerne gleich zum "Du" übergehen.)

Typischer Ablauf einer Zusammenarbeit:


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Wenn Sie sich noch weiter informieren möchten, und auch ein kleines bisschen mutig sind, dann schauen Sie doch gerne auf meiner ausführlicheren, englischsprachigen Homepage vorbei:

Zur internationalen Website (English)




FAQ

Was sind Ihre bekanntesten Aufnahmen?

Meine bekanntesten Produktionen sind natürlich sämtliche Alben des isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson (DG), den ich seit über 15 Jahren exklusiv als Tonmeister betreue. Aber auch das Album "John Field: Nocturnes" von Alice Sara Ott (DG) war ein großer Erfolg und wurde medial sehr beachtet.

Ich bin Musiker:in und möchte gerne mit Ihnen arbeiten. Ich lebe aber im Land, wo die wilden Kerle wohnen. Können wir trotzdem zusammen arbeiten?

Natürlich. Ich bin davon überzeugt, dass es in der Regel für das Produktionsergebnis besser ist, wenn sich Künstler:innen in einer vertrauten Umgebung befinden. Gerade für Pianist:innen ist die Vertrautheit mit dem Instrument zudem absolut entscheidend. Ich bin deshalb vollkommen flexibel und ortsungebunden. Ich habe darüberhinaus aber auch eine Liste mit geeigneten Aufnahmeräumen, die ich - je nach Repertoire - empfehlen kann: Kirchen, Konzertsäle oder Studios. In der Vergangenheit habe ich Produktionen mit meiner eigenen Aufnahmetechnik in den USA, Island, Südkorea, Türkei, Schweden, Schweiz, Belgien, Großbritannien und natürlich in ganz Deutschland realisiert. Lediglich Stative und Kabel müssen ggf. vor Ort hinzugemietet werden, wenn eine Anreise per Flugzeug erforderlich ist. Die Beschaffung der nötigen Zolldokumente für meine Technik übernehme natürlich ich. Das ist alles bestens erprobt und überhaupt kein Problem.

Wo finde ich eine Liste Ihrer bisherigen Aufnahmen?

Eine (fast) vollständige Liste meiner Aufnahmen ist auf muso.ai hinterlegt. Muso.ai ist eine Plattform, die aus online verfügbaren Metadaten automatisch die Credits aller Tonschaffenden zusammenträgt. Ich bin dort mit über 2000 Einzeltiteln und über einer Milliarde Streams gelistet. Damit gehöre ich zu den Top 0.1% aller Produzenten weltweit - genreübergreifend.

Könnten Sie meine Aufnahme mischen und/oder mastern?

Ich lehne reine Nachbearbeitungsanfragen grundsätzlich ab, weil ich davon überzeugt bin, dass der Klang eines Albums schon im Saal bei der Mikrofonierung und durch die Kommunikation mit den Künstler:innen entsteht. Tut mir leid.

Wenn ich mit Ihnen arbeiten möchte, muss ich mir dann noch ein Label für meine Veröffentlichung suchen?

Das ist ganz davon abhängig, was Sie möchten - aber meine Antwort ist: eher nein.
Der physische Tonträgermarkt ist, besonders für CDs, im Grunde genommen tot. Sofern Sie nicht bei einem Major-Label veröffentlichen, ist der Verkauf über den Handel für Sie (von Eitelkeiten einmal abgesehen) gar nicht relevant. Kleinere Klassiklabels lassen sich die Veröffentlichung ihrer CDs üblicherweise durch die Musiker:innen selbst bezahlen und filtern bei Anfragen qualitativ auch nur sehr niederschwellig aus, weil so nun einmal Geld verdient wird. Wer anfragt, wird also veröffentlicht; sofern die Beethoven-Sonate gerade so nicht peinlich ist und das Paket bezahlt wird. Es ist heutzutage also kein Gütesiegel mehr, seine Aufnahme bei einem kleinen Label herauszugeben; im Gegenteil: Hunderte CDs werden so jedes Jahr auf einen völlig übersättigten Tonträgermarkt geworfen.
Wenn Sie Glück haben, verkaufen Sie im Veröffentlichungsjahr bei einem kleinen Label ein paar Hundert Stück Ihrer Tonträger über den Handel; in den Folgejahren wird diese Zahl kleiner werden. Darüberhinaus hat die PR bei kleineren Labels oftmals nur die Kapazitäten für eine Grundbemusterung, die viele Künstler:innen, die größere Aufmerksamkeit verdient hätten, frustriert zurücklässt (denn ab und an sind natürlich auch tolle Aufnahmen darunter, die aber im allgemeinen Rauschen untergehen).
Es gibt ein paar ausgesuchte Labels, die besondere Sorgfalt auf die grafische Gestaltung, die Booklettexte und die allgemeine Präsentation ihrer Produkte legen. Eine Veröffentlichung dort kann sinnvoll sein, weil man hier ein qualitativ hochwertiges Produkt erhält, dem man die Liebe ansieht, die hineingeflossen ist. Solche Labels kann ich Ihnen gerne weiter empfehlen.
Wenn Sie die nötige Selbstdisziplin mitbringen, ist aus meiner Sicht die Kombination aus digitalem Self-Release, selbst finanzierter Pressung und einer für das Projekt engagierten PR-Agentur der sinnvollste Weg für die meisten Veröffentlichungen; also für die, die nicht unter dem Dach eines Major Labels erfolgen. Die physischen Tonträger brauchen Sie ohnehin praktisch nur für den Verkauf nach dem Konzert (hier können wesentlich höhere Stückzahlen verkauft werden als im Handel, und dann auch mit für Sie höherer Marge). Viele meiner besten Künstler:innen handhaben das genau so; und oftmals sehen diese CDs deutlich ansprechender aus als das, was die kleinen Labels mit ihren veralteten Designs anbieten. Und ansonsten ist im Jahr 2026 ohnehin Streaming in hoher Auflösung das Maß aller Dinge. Und: die Fokussierung auf die künstlerischen Inhalte sollte immer wichtiger sein als das Logo, das auf dem Cover prangt. Wenn die Interpretation keine neuen Perspektiven und kein neues Repertoire eröffnet, ist es höchstwahrscheinlich auch egal, wo die Aufnahme erscheint.

Lehnen Sie auch Produktionen ab?

Ja, allerdings fast immer aus demselben Grund: Ich bin vor allem an künstlerischen Partnerschaften interessiert. Wenn ich eine Produktion annehme, betrachte ich sie ab diesem Zeitpunkt als mein eigenes Projekt. Das führt dazu, dass ich weniger Projekte im Jahr annehmen kann als andere Tonmeister, die sich in erster Linie als Dienstleister begreifen. Es ist mir wichtig, dass "meine" Künstler:innen dafür einen Projektpartner an ihrer Seite haben, der mit ihnen wirklich an einem Strang zieht.

Arbeiten Sie noch für das Label Genuin?

Nein. Ich arbeite schon seit 2019 ausschließlich freiberuflich.